Hintergrund

EURO-KRISE

Schützen Sie Ihr Erspartes. So!

31.08.2010 –  

Angesichts der Griechenlandkrise sorgen sich viele Anleger, die EZB könnte den Wert des Euro aufweichen. Furcht vor steigender Inflation geht um. A&W-Autor Florian Bogner beschreibt, wie Sparer jetzt vorsorgen können.

Wir empfehlen unseren Kunden schon seit Jahren, auch in Fremdwährungen zu investieren. Etwa in den Schweizer Franken oder in die norwegische Krone. Um die zehn bis 20 Prozent. Um für eine weitere Euro-Abwertung Vorsorge zu treffen“, empfiehlt beispielsweise die HypoVereinsbank. Das geht ganz einfach.

Ein Fremdwährungskonto, also ein Konto, das nicht in Euro, sondern in einer anderen Währung geführt wird, kann bei fast jeder Bank eröffnet werden. Alle gängigen Währungen sind da im Angebot. Der Kunde kann täglich von seinem Girokonto auf das Fremdwährungskonto ein- und auszahlen. Der Währungstausch erfolgt zum Tageskurs.

Und dabei winken auch noch höhere Zinsen.
Relevant ist der Zinssatz, der im jeweiligen Währungsland vorherrscht. Insofern kann die Verzinsung von einer Währung zur anderen sehr variieren. Denn durch die Finanzmarktkrise haben wir jetzt ein Zinsniveau erreicht, das in vielen Ländern gegen Null geht, während andere noch ein paar Prozentpunkte bieten. Wichtiger als der Zinsunterschied ist jedoch der Wechselkurs zwischen den Währungen. Der schwankt oft erheblich.

Durch die Griechenland-Krise sind viele institutionelle Anleger in vermeintlich sichere Währungen geflohen. Auch deswegen reagierten die Kurse gegenüber dem Euro. Aktuell besonders beliebt: der Schweizer Franken. Sein Kurs ging im Laufe der Finanzkrise fast kontinuierlich nach oben. Ähnlich die Krone aus Norwegen, die in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber dem Euro stetig an Wert zulegte.

Wer außerhalb der Euro-Zone investieren möchte,
kann dies etwa auch mit Staatsanleihen aus solchen Ländern tun, die nicht mit hohen Haushaltsdefiziten kämpfen oder hohe Rohstoffreserven besitzen. Attraktiv sind da Anleihen aus Australien, Norwegen oder der Schweiz. Anleger können die in ihrem ganz normalen Depot bei der Hausbank beimischen.

Allerdings wird die jährliche Ausschüttung dann in Euro gutgeschrieben. Wer das nicht will, muss Vorsorge treffen und zusätzlich ein entsprechendes Fremdwährungskonto einrichten und die jeweiligen Zinskupons ebenso wie den zur Endfälligkeit anstehenden Betrag fließen lassen. Auch Aktien in Fremdwährung kann man über die Hausbank daheim direkt an ausländischen Börsen kaufen. Allerdings können so höhere Transaktionskosten anfallen.

A&W-KOMPAKT
Durch das Beimischen …

… fremder Währungen kann man das Risiko eines Wertverlustes des Kapitalvermögens reduzieren. Eine Möglichkeit für viele Anleger, die der Geldpolitik im Euroraum skeptisch gegenüber stehen.

A&W-TIPP
Für Anlagen …

… in Fremdwährungen greift im Insolvenzfall der Bank die gesetzliche Einlagensicherung nicht. Und: Einige Banken bieten diese Konten zum Nulltarif an, andere verlangen rund vier Euro pro Monat für die Kontoführung. Eine Umtauschgebühr für jede Euro-Ein- und -Auszahlung wird auf jeden Fall fällig.



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