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WIdO-Studie
Markt für IGeL-Leistungen steigt auf 1,5 Milliarden Euro
Niedergelassene Ärzte bieten immer mehr private Leistungen gesetzlich Krankenversicherten an. An der Spitze liegen Augenärzte und Gynäkologen.
Inzwischen bieten Ärzte mehr als jedem vierten Versicherten (28,3 Prozent) binnen Jahresfrist eine Zusatzleistung an. Das berichtet das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Während in der unteren Einkommensgruppe unter 1.000 Euro nur jeder Sechste Privatleistungen angeboten bekam, berichten bei Einkommen über 4.000 Euro fast 40 Prozent der Befragten über entsprechende Erfahrungen in der Arztpraxis.
Die meisten IGeL-Angebote entfallen laut WIdO-Analyse auf Ultraschalluntersuchungen (20 Prozent), gefolgt von Glaukomvorsorgeuntersuchungen (16,2 Prozent) und Verordnungen von Medikamenten oder Heil- und Hilfsmitteln (11,5 Prozent). Auf diese drei Leistungsgruppen entfällt fast die Hälfte aller IGeL-Angebote. „Ärzte werden offenbar auch als Verkäufer immer besser“, kommentierte der WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber die Entwicklung.
Dabei bietet die Ärzteschaft private Zusatzleistungen mit unterschiedlicher Intensität an. An der Spitze liegen Augenärzte und Gynäkologen, sie bieten IGeL im Mittel sechs- bis siebenmal so häufig wie Allgemeinmediziner an. Es folgen Urologen, die fünfmal so häufig private Zusatzleistungen anbieten sowie Orthopäden und Hautärzte mit rund dem vierfachen Angebot im Vergleich zum Durchschnitt der Allgemeinmediziner.
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