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Stiftung Gesundheit

Sechs Prozent Praxisumsatz mit IGeL

02.03.2011 –  

Mit rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes bleiben die Honorare für gesetzlich Versicherte die wichtigste Säule der Arztpraxen in Deutschland. IGeL tragen nur rund sechs Prozent bei.

Trotz Werbung für IGeL-Leistungen wirken sich direkte Zahlungen von Patienten mit etwas über sechs Prozent nur sehr begrenzt auf das Einkommen der Niedergelassenen aus. Das berichtet die Stiftung Gesundheit in einer aktuellen Analyse. Auch der Anteil der Privatumsätze ist gesunken: Der Anteil der Privatversicherten in Deutschland beträgt knapp elf Prozent. Der Anteil am Arzt-Einkommen aus deren Behandlung ist mit 19 Prozent zwar weiterhin überproportional hoch, jedoch der Stiftung zufolge rückläufig. Der Anteil des GKV-Umsatzes ist im Vorjahresvergleich gestiegen und liegt jetzt bei über 70 Prozent. Den geringsten Anteil am Umsatz erwirtschaftet der Bereich „Forschung“, also die Teilnahme an klinischen Studien oder Studien zur Versorgungsforschung.

Für ihre Studie hat die Stiftung Gesundheit 9.385 niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten online angeschrieben. Dabei wurden ausdrücklich keine so genannten Incentives ausgelobt und im Interesse des ungestörten Praxisbetriebs nicht telefonisch vor- oder nachgefasst. Unter der Annahme eines vierprozentigen Rücklaufs erwartete die Stiftung rund 375 Antworten. Tatsächlich geantwortet haben 461 Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten, eine Antwortquote von 4,9 Prozent.

A&W-Kommentar
Die sehr begrenzte Bedeutung von Forschung reflektiert, dass die klinische Forschung weitgehend an den Niedergelassenen vorbeiläuft. Dies ist gerade in Zeiten zunehmenden Interesses an der Versorgungsforschung und der raschen kontrollierten Umsetzung innovativer klinischer Konzepte bedauerlich.



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