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KV Hessen
Praxisgebühr hat ihren Zweck verfehlt
Auch im KV-Lager regt sich Widerstand gegen die Praxisgebühr. Der Grund: Sie steuert die Arztbesuche nicht und bringt den Praxen überflüssige Bürokratie.
Ihren Zweck, die Arztbesuche in Deutschland besser zu steuern und unnötige Untersuchungen zu vermeiden, habe die Praxisgebühr nicht erfüllt, erklären die beiden Vorsitzenden der KV Hessen, Frank-Rüdiger Zimmeck und Dr. Gerd Zimmermann.
Zwar sei die Anzahl der Arztbesuche unmittelbar nach Einführung der Praxisgebühr im Januar 2004 zunächst stark gesunken. Doch dieser Effekt habe nicht lange angehalten. „Viele Ärzte behandeln nach wie vor mehr Patienten, als sie bezahlt bekommen“, so die beiden Vorstände. Hinzukomme, dass die Pauschalen in der Vergütung der Ärzte offenbar wie Flatrates wirkten. Egal, wie oft Patienten im Quartal zum Arzt gingen, das Honorar bleibe gleich und für den Patienten entstünden keine zusätzlichen Kosten.
Mit durchschnittlich 18 Arztbesuchen im Jahr liegen die Deutschen international an der Spitze. Sie gehen damit doppelt so oft zum Arzt wie Bürger in vergleichbaren Industrieländern. „Es wird Zeit, dass die Politik hier eingreift. Wir brauchen endlich eine angemessene Steuerung, die sowohl Patienten als auch Ärzten nützt“, so die Vorstände. Den Ärzten stünde dann mehr Zeit für die Patienten zur Verfügung und ihr Budget würde nicht unnötig belastet.
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