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MEDI DEUTSCHLAND

Wo und wie Bürokratie-Abbau möglich ist

09.01.2012 –  

Kostenerstattung und mehr Transparenz könnten die Bürokratie verringern. Aber leider fehlt dazu allenthalben der Mut, kritisiert Medi Deutschland.

Die Ursachen der überbordenden Bürokratie im Gesundheitswesen sind nach Auffassung von Medi Deutschland das Sachleistungssystem und dessen gesetzliche Vorgaben zur Umsetzung. „Bei Krankenkassen, in den KVen, Krankenhäusern, Arztpraxen und in allen möglichen Gremien findet eine stetige Umsetzungsbürokratie statt, die Zeit und Geld frisst“, sagte der Vorsitzende von Medi Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner. Er reagierte damit auf eine Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney, der zufolge 23 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 176 Milliarden Euro auf die Bürokratie entfallen.

„Außer der Umsetzungsbürokratie, die dauernde staatliche Eingriffe in das Gesundheitssystem gegenüber Patienten und Ärzten durchsetzt, gibt es auch noch die Kontrollbürokratie“, kritisierte Baumgärtner. Dazu gehörten die gemeinsamen Prüfungsausschüsse von Kassen und KVen für die verordneten Leistungen im ambulanten Bereich oder der medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK).

„Wir brauchen einen Rahmen von Pflicht- und Wahlleistungen, also einen transparenten Leistungskatalog für Patienten, Kassen, KVen, Krankenhäuser und Ärzte“, sagte Baumgärtner. Nötig seien außerdem feste Preise im ambulanten Bereich, dann entfalle die Verteilungsbürokratie mit hunderten von sinnlosen Ausschüssen. Er betonte, MEDI fordere schon seit langem die Kostenerstattung auch als Wahlmöglichkeit für Ärzte einzuführen. „Das würde zusätzliche Transparenz schaffen und die Bürokratie reduzieren“, erklärte der Medi-Chef.



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