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VERORDNUNGEN 2011

Kosten für Heilmittel rauf und für Arzneimittel deutlich runter

06.02.2012 –  

Die Kosten für Arzneimittel sind 2011 um 2,8 Prozent oder 800 Millionen Euro gesunken. Dafür stiegen die Kosten vor allem für Physiotherapie kräftig an. Allerdings gab es große regionale Unterschiede.

Die niedergelassenen Ärzte haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 Heilmittel im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro verordnet. Dies entspricht einer Steigerung von knapp sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Techniker Krankenkasse mit Hinweis auf den GKV-Spitzenverband mitteilt. Statistisch betrachtet bekam jeder gesetzlich Versicherte Heilmittel für rund 51 Euro verschrieben.

Allerdings sind die regionalen Unterschiede erheblich: Am teuersten wurde mit 67 Euro pro Kopf in Hamburg verordnet, 32 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. In der Region Westfalen-Lippe waren es hingegen rund 38 Euro je Versicherten – rund 25 Prozent unter dem bundesweiten Mittel. Die Krankengymnastik ist mit rund einer Milliarde Euro die umsatzstärkste Heilmittelleistung, die Ärzte zwischen Januar und September 2011 verordnet haben.

Gleichzeit sparte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bei den Arzneimittelausgaben. Diese sind im gesamten Jahr 2011 um 2,8 Prozent beziehungsweise 800 Millionen Euro auf 27,1 Milliarden Euro gesunken. Das berichtet die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Ziehe man davon die auf 1,4 Milliarden Euro geschätzten Einsparungen aus den unveröffentlichten Rabattverträgen der Kassen ab, seien die Ausgaben sogar noch geringer, hieß es von den Apothekenverbänden.



Kommentare zu diesem Artikel

  • Dr. Markus Ennen sagt:

    Trotz nochmals deutlicher Einschränkungen in der Verordnung von Heilmitteln habe ich mein Budget bis Ende September 2011 um 20% überschritten!!! Wunschverordnungen gibt es schon lange nicht mehr, aber die Zahl der postoperativ oder nach Apoplex von den Hausärzten zu Rehabilitierenden nimmt ungebremst zu. Ausserdem gibt es bei den Heilmitteln nun mal keine “Generika” oder kommen demnächst Rabattverträge mit osteuropäischen Anbietern???


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